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Zeit und Schicksal
Aus vielen Schicksalen formt sich schließlich ein einziges Schick-
sal, das Schicksal der Menschheit.
Gott hat keine Zeit, er ist außerhalb der Zeit.
Alles, was in der Zeit ist, fängt einmal an und hört einmal auf.
Die Zeit ist dazu da, daß ein Wesen geboren werden, wachsen
und sterben kann. Damit es diesen ganzen Prozeß durchläuft.
Gott ist und ist wiederum auch nicht ein Prozeß. Er ist das,
was den Prozeß des Lebens verursacht.
Flavio, 6 Jahre
Wunder
Flavio: Papa, ich erinnere mich oft an die Geschichte, die du
mir im Auto erzählt hast.
Papa: Welche Geschichte?
Flavio: Die Geschichte von dem Mann und der Überschwem-
mung, als er auf dem Dach des Hauses sitzt. Das Wasser
steigt höher und höher, und es kommt ein Boot, um ihn zu
retten. Er aber sagt: "Nein danke, ich gehe nicht mit, Gott
wird mir helfen."
Das Wasser steigt weiter, und da kommt ein Polizeiboot und
sie rufen: "Mensch, komm doch, sonst wirst du ertrinken." Er
antwortet aber: "Nein danke, ich gehe nicht mit, Gott wird
mir helfen." Schließlich, als das Wasser schon bis zum Dach
reicht, kommt ein Hubschrauber. Der Mann geht aber wieder
nicht mit; er denkt: Gott wird mir schon helfen. Schließlich
geht das Wasser über ihn hinweg, und er ertrinkt. Die Seele
verläßt den Körper, und als sie bei Gott ist, fragt sie: "Warum
hast du mir nicht geholfen?" Gott antwortet: "Ich habe dir
geholfen: Ich habe dir ein Schiffchen, ein Motorboot und ein
Hubschrauber geschickt." Weißt du, daß ich über diese
Geschichte nachgedacht habe?
Papa: Was hast du denn gedacht?
Flavio: Die Geschichte ist sehr nützlich, um etwas über die
Menschen zu lernen. Manchmal erwarten sie Wunder, erwar-
ten, daß Gott die Gesetze der Physik ändert und so seine
Macht zeigt. Dieser Mann war ein Dummkopf; er wußte
nicht, daß Gott immer antwortet. Aber wenn du auf der phy-
sischen Ebene bist, schickt er dir physische Hilfe, du kannst
sie aber nur empfangen, wenn du sie auch erkennst.
Wenn ein Mensch Gott spürt, braucht er keine Wunder.
Flavio, 6 Jahre
Botschafter
Mama: Paß auf, beinahe wärst du hingefallen... Ach, es
macht schon viel Mühe, auf dich aufzupassen.
Flavio: Ja gut, daß du mich aufgefangen hast, aber das ist
deine Arbeit hier auf der Erde, auf mich aufzupassen. Du
sorgst für mich, und ich sorge für Tausende von Seelen.
Mama (etwas ironisch): Dann bist du ein wichtiges Persön-
chen!? Ich glaube, du bist ein bißchen eitel...
Flavio (mit größter Natürlichkeit): Du verstehst mich nicht.
Auf der physischen Ebene paßt man auf gewisse Personen
auf. Du z.B. paßt auf mich auf und auf meinen Bruder, wir
sind in deiner Obhut. Ich, weil ich noch ein Kind bin, passe
nur auf meine Katze auf... Aber auf der geistigen Ebene hel-
fen wir bei der Entwicklung vieler Wesen mit, und gleichzei-
tig gibt es Wesen, die uns helfen. Ich z.B. habe noch nicht
viele Wesen in meiner Obhut, du hast sicher mehr als ich.
Weißt du warum?
Mama: Nein, und ich verstehe dich auch nicht richtig.
Flavio: Du bist ein "Kindermädchen", und ich bin ein "Bot-
schafter". Meine Aufgabe ist es, hier auf der Erde über die
geistige Welt zu informieren, und wenn ich schlafe, ist es
meine Arbeit, anderen Welten mitzuteilen, wie sich das
Leben hier auf der Erde abspielt. Um hier berichten zu kön-
nen, brauche ich Worte, muß ich sprechen und erklären,
damit man mich versteht. In anderen Welten ist es einfacher.
Da sende ich telepathische Wellen aus, und alle, die wollen, fan-
gen sie auf. Sie finden es natürlich ziemlich unglaubhaft, daß es
so eine Welt wie diese geben kann. Es ist sehr eigenartig.
Mama: Was ist denn so eigenartig? Ich finde das gar nicht.
Flavio: Du findest es nur nicht eigenartig, weil du seit vielen
Leben daran gewöhnt bist. Du bist eine alte Seele hier auf der
Erde, deshalb paßt du auf mich auf und kannst mir beibrin-
gen, wie man hier lebt. Du kannst dir nicht vorstellen, wie
schwierig es manchmal ist, anderen Wesen gewisse Dinge von
hier zu erklären. Um sich z.B. mit Energie zu versorgen,
führen die Menschen die Kadaver anderer Lebensformen,
nachdem sie sie zubereitet und gekocht haben, mit Hilfe von
Instrumenten (Bestecken) in ihre Körper ein. Und das alles,
um aus ihnen ein kleines bißchen Energie herauszuziehen.
Was übrig bleibt, geben sie dann wieder von sich, (sie machen
auf dem Klo ein Häufchen). Die Sonnenenergie nehmen die
Menschen direkter auf, aber sie kommt nicht richtig an sie
heran, weil sie Kleider tragen. Auf anderen Planeten ist die
Energiezufuhr viel direkter, sie kommt gleich aus der Quelle.
Und dann die Art der Verständigung! Weil dieser Planet zu
dicht ist, funktioniert die Telepathie nicht richtig, d.h., die
direkte Übertragung der Verstandeswellen. Deshalb gibt es
hier die Lüge. Die Verständigung geschieht mit Tönen, die aus
dem Körper kommen, durch ein Loch (den Mund). Die Luft
bewegt die Stimmbänder, und dann kommen Schwingungen
heraus, die gewisse Dinge bedeuten. Dazu kommt noch, daß
man an verschiedenen Orten mit verschiedenen Tönen dassel-
be sagt! Das ist sehr kompliziert! Dann gibt es hier auch die
Schwerkraft, das ist das Gewicht, das dich zur Erde zieht.
Man muß sich anstrengen, um sich bewegen zu können, du
bist wie plattgedrückt, und man kann nicht fliegen. Man kann
nur im Traum fliegen oder mit den Wellen der Gedanken.
Flavio, 6 Jahre

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