Dienstag, 9. Dezember 2008

Wünsche



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Wünsche

Alles im Leben kommt früher oder später. Heute ist mir ein
Wunsch erfüllt worden. Ob es sich um den kleinsten oder den
tiefsten Wunsch handelt, er kann in Erfüllung gehen. Schlimm
ist nicht unser Wünschen, sondern das Sich-an-die-Wünsche-
klammern, besonders wenn man sich dem Tode nähert.
Es ist gut, wenn man wunschlos stirbt. Denn wenn man
einen sehr starken Wunsch hat, nimmt man ihn mit ins nächste
Leben. Je ausgefallener ein Wunsch ist (wenn man sich z.B. an
jemandem rächen will) um so leichter geschieht es, daß man ihn
ins nächste Leben mitschleppt. Der ganz allgemeine Wunsch,
geliebt zu werden, ist nicht so schlimm, er hat weniger Bedeu-
tung.
Die meisten Menschen wollen nicht sterben, weil sie Angst
vor dem Tode haben. Das ist ein allgemeiner Wunsch, weit ver-
breitet und nicht so schlimm. Es ist wie Prüfungsangst. Wenn
man das Examen hinter sich hat, ist auch die Angst weg.
Das letzte Leben auf dem Planeten Erde muß sehr rein sein
und frei von Wünschen.
Flavio, 7 Jahre


Der Feind
Flavio: Heute hatte ich Krach in der Schule. Ich habe einen
Mitschüler, der sehr streitsüchtig ist. Er hatte mich gestoßen,
und ich mußte mich ihm stellen. Aber ich habe ihn nicht
geschlagen, sondern ihm nur fest in die Augen gesehen und
gesagt, er solle mich in Ruhe lassen. Ich habe nicht gern
Feinde und will auch nicht der Sieger sein, wenn es Streit gibt.
Papa: Warum?
Flavio: Wenn du irgendwo der Sieger sein willst, so hat das
seinen Preis. Auch wenn man bei einem Streit siegt, wird der
Feind zum Meister.
Wenn du einen unehrlichen Sieg errungen hast, wendet sich
dieser Sieg gegen dich.
Wenn man etwas Positives erreicht hat, muß man sich später
mit der negativen Seite auseinandersetzen. Man muß immer
den gegensätzlichen Pol erleben, so lernt man.
Flavio, 7 Jahre


Vor dem Einschlafen
Mama: Was ist los? Bist du müde? Es ist Zeit, schlafen zu
gehen...
Flavio: Nein, ich bin nicht müde, ich habe sogar zu viel Ener-
gie, aber ich bin sehr angespannt. Jetzt merke ich genau den
Unterschied zwischen Energie und Spannung; das ist dassel-
be wie der Unterschied zwischen dem Wasser und der Was-
serpumpe. Kannst du dich an die Wasserpumpe erinnern, die
es auf dem Gut von Onkel Juan gibt?
Mama: Ja, was ist der Unterschied?
Flavio: Die Energie ist wie das Wasser, und die Spannung ist
die Wasserpumpe. Die Energie geht über das Physische hin-
aus, wir befinden uns in einem Meer von Energie. Trotzdem
ist die Energie gerade eben ein winziger Teil der Seele, wie
eine Mikrobe ungefähr.
Spannung gibt es, wenn die Energie blockiert ist.
Um auf der feinstofflichen Ebene Energie aufzunehmen, muß
man zur Quelle gehen. Wenn ich wach bin, konzentriere ich
mich und gehe über den Körper hinaus zum Licht, direkt zu
meinem Stern.
Einige Leute denken, daß man mit dem Physischen das Gei-
stige berühren kann. Aber das stimmt nicht. Das wäre so, als
berührte man einen Schatten. Aber man kann vom Physi-
schen über das Mentale zum Geistigen gelangen, wenn man
sich konzentriert. Man kann viel leichter den Körper verlas-
sen als das Ich. Das Ich ist sehr schwerfällig.
Ich glaube, daß die meisten Menschen am leichtesten im
Schlaf den Weg zurück zur Quelle finden. Am besten ist es,
wenn man beim Schlafengehen die Last des Tages hinter sich
läßt. Vor dem Einschlafen muß man das Mentale reinigen.
Mama: Und wie macht man das?
Flavio: Zum Beispiel, als ihr neulich nicht kamt, um mich
von der Schule abzuholen. Erst war ich etwas erschrocken,
aber dann bat ich um die Erlaubnis, zu Hause anzurufen.
Das Problem ist die Angst. Ich halte das Bild, das mir Angst
macht, fest, sehe es mir genau an und lasse es dann gehen.
So vergesse ich die Angst, ich gehe über sie hinaus. Übrig
bleibt das, was ich richtig gemacht habe, nämlich zu Hause
anzurufen. Hauptsache, man läßt das, was geschehen ist, los
und rechnet nicht damit, daß es noch einmal vorkommt. So
läuft man nicht mit der Angst herum, sondern bringt sie aus
sich heraus. Man soll nichts Negatives aufbewahren.
Das Negative nährt nur die Spannung und hindert die Ener-
gie daran, ihren Weg zu gehen, nämlich zur Quelle zurückzu-
kehren.
Flavio, 7 Jahre


Begegnungen
Der Auftrag
(Aus den Notizen meiner Mutter)
Flavio befand sich im Alter von sechs Jahren in einer schwieri-
gen Phase: Er war oft lustlos und niedergeschlagen, hatte keinen
Appetit und fühlte sich kraftlos. Manchmal sagte er: "Das Leben
strengt mich an, diese Welt ist sehr schwierig für mich." Dann
kam Aida zu Besuch, eine transpersonale Psychologin aus Brasi-
lien. Zwischen Flavio und ihr kam es trotz Sprachschwierigkei-
en und Altersunterschied zu einer ganz intensiven Beziehung.
obwohl mein Mann und ich anwesend waren, blieben wir nur
Zaungäste eines ganz speziellen Austausches, der zwischen den
beiden stattfand. Aida war der erste Mensch, der Flavio wie
einen Erwachsenen behandelte. Sie erzählte ihm von den
Schwierigkeiten, die sie selbst in ihrer Kindheit hatte, als es
darum ging, sich der physischen Ebene anzupassen. Flavio fand
sich wunderbar verstanden und ihr tief verbunden. Beide waren
sehr gerührt und hatten Tränen in den Augen.
Diese Begegnung war für Flavio sehr wichtig. Von diesem
Zeitpunkt an besserte sich sein Gemütszustand, und er zeigte
mehr Interesse an einer richtigen Ernährung. Er fand einen bes-
seren Zugang zu unserem Alltagsleben.
Als sie uns verließ, sagte er uns freudig erregt:
Endlich habe ich jemanden gefunden, der so ähnlich ist wie
ich! Sie hat dieselbe Aufgabe wie ich! Ich fühlte mich sehr ein-
sam auf der Erde. Jetzt weiß ich, daß wir viele sind und daß
unser Auftrag von uns verlangt, das zu sagen, was wir wissen,
bis alle es wissen und spüren. Wir sind gekommen, um von der
physischen Ebene aus zu helfen. Es gibt aber noch andere, die
von anderen Ebenen aus dasselbe tun.
Die Menschen werden sich jetzt ändern; die Kinder, die jetzt
kommen, werden offener sei für das Spirituelle. Viele Menschen
glauben an Gott, aber sie spüren ihn nicht! Andere wiederum
glauben nicht, weil sie das nicht annehmen, was die Religionen
sagen, aber sie spüren, daß sie ein Teil des Lebens sind, und das
Leben kommt von Gott.
Wenn alle menschlichen Wesen sich erinnern, daß sie ein Teil
Gottes sind, wird dieser Planet nicht mehr so sein wie jetzt. Klar,
man weiß nicht, wie lange diese Umwandlung dauern wird, weil
das von vielen Dingen abhängt. Aber sie wird sich nicht vermei-
den lassen, weil die Bewegung, die die Menschen sich vom Physi-
schen ab- und zum Geistigen hinwenden läßt, längst begonnen
hat. Die Seele der Menschen kehrt viele Male zur Erde zurück,
um sich in der Materie zu üben. Aber jetzt beginnt sie, sich
mehr im Geistigen zu üben.
Die Seele kann auch zu anderen Planeten gehen und andere
Arten von Leben führen; sie kann sich im ganzen Universum
bewegen und schließlich wieder zu einem Teile Gottes werden.
Flavio, 6 Jahre

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