Sonntag, 28. Dezember 2008

SIRIUS......Gespenster


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Gespenster

Ricardo* (aufgeregt): Mama, Papa, diese Kinder sagen, daß
es Gespenster gibt! Nicht wahr, das stimmt nicht? Es gibt sie
nicht, es gibt sie nicht!
Marcos (ruhig): Natürlich gibt es sie. Aber ich habe dir doch
gesagt, daß sie dir nichts tun können; sie sind Energie ohne
Materie, sie können dich nur erschrecken. Du brauchst dich
vor ihnen nicht zu fürchten; sie können dir nur leidtun, sie
sind wie eine Wolke in menschlicher Gestalt. Es sind die See-
len, die den Weg zu Gott nicht finden können.
Papa: Warum erzählt ihr uns nicht, was geschehen ist?
Ricardo: Wir gingen die Stiege hinauf, es war dunkel, und wir
sahen, daß sich etwas bewegte, wie ein Schatten. Ich erschrak
und sagte: Das sieht aus wie ein Gespenst, und er (zeigt auf
Marcos) sagte: Ja, natürlich ist es ein Gespenst, und daß es
überall Gespenster gibt. Da bekam ich Angst. Ihr sagt doch
immer, daß es keine gibt! Dieser Junge ist ein Lügner!
Marcos: Ich habe dir die Wahrheit gesagt. Ich sagte dir auch,
daß du dich nicht zu fürchten brauchst. Die Gespenster kön-
nen durch die Wand gehen, aber sie können dich nicht anfas-
sen. Sie haben keinen Körper, aber sie haben Verstand. Sie
haben Energie, aber keine Materie. Weißt du, was die Mate-
rie ist? Materie kann man anfassen. Wenn man stirbt, läßt
man seine Kleider zurück, das ist der Körper, aber manchmal
bleibt die Unterwäsche liegen; die schwebt dann in der Nähe
der Erde und kann nicht nach oben.
Flavio (schüchtern): Ja, ja so ist es, das stimmt.
Ricardos Eltern: Na ja, diese Kinder scheinen zuviel Fernse-
hen abbekommen zu haben...
Marcos: Das haben wir nicht aus dem Fernsehen, das sind
wahre Ideen.
Mama: Nun gut, Marcos, wir werden später darüber spre-
chen. Sucht eure Spielsachen zusammen, wir müssen gehen,
es ist schon spät.
* Ein Freund, den die Kinder während der Ferien in Brasilien kennenlernen.
Wir gehen am Strand entlang zum Haus zurück.
Mama: Ihr müßt ein bißchen vorsichtiger sein, wenn ihr mit
anderen Leuten redet. Ihr wißt schon, daß nur wenige das
verstehen können, was ihr denkt. Wir respektieren euch zu
Hause, aber mit anderen Leuten könnt ihr da Schwierigkei-
ten bekommen.
Papa: Dieser Junge hatte große Angst, deshalb war er so erbost.
Marcos: Er hat das Gespenst gespürt, aber er konnte es nicht
annehmen.
Flavio: Er glaubt mehr an seine Mama und seinen Papa als
an das, was er selbst spürt.
Papa: Du kennst dich auch mit den Gespenstern aus?
Flavio: Na klar, als ich geboren wurde, war das hier für mich
wie eine Welt von Gespenstern, von physischen Gespenstern.
Ich hatte genau dieselbe Angst wie dieser Junge. Um phy-
sisch zu sein, mußt du erst einmal geboren werden. Um ein
Gespenst zu sein, mußt du erst einmal die Anstrengung
machen und sterben.
Mama: Was meinst du mit Anstrengung?
Flavio: Ich will sagen, daß die Menschen, die später Gespen-
ster sind, sehr ungern gestorben sind; sie wollten nicht ster-
ben. Deshalb schweben sie nicht zur Sonne, sondern bleiben
in der Nähe der Erde. Die Gespenster haben vergessen, daß
wir alle aus Gott kommen und nach dem Tod wieder zu Gott
zurückkehren.
Wenn wir alle zusammen wieder bei Gott sind, wird niemand
mehr sterben oder geboren werden. Aber das Leben wird wei-
tergehen. Weil Gott das Leben ist, und Gott hört nie auf.
Wenn du stirbst, dann schwebst du nach oben... nach oben...
bis zur Sonne, aber dann geht es noch weiter. Da sieht man
dann nichts mehr, weil es dort nichts mehr zu sehen gibt.
Gott hat keine Form.
Wenn du dein Leben beginnst, gibt dir Gott eine Form und
schickt dich zu einem Planeten. Vor der Geburt schwebt man
über dem Planeten, und mit diesen Augen (er zeigt auf sein
Herz) sieht man sich den Planeten an, wo man ankommen
will. Na ja, es sind nicht genau Augen, aber so ähnlich, weil
man ja noch keinen Körper hat. Das wirkliche Kleid, das wir
haben, ist der Körper. Auf jedem Planeten gibt es spezielle
Kleider. Jeder Planet hat seine Farbe. Manchmal geht man zu
anderen Planeten, manchmal kommt man viele Male zum sel-
ben. Gott zeigt dir die Dinge, die du tun sollst, er schreibt sie
dir in deine Erinnerung.
Papa: Welche Dinge?
Flavio: Damit ich auf diesem Planeten leben kann, hat mir
Gott die Worte "nein" und "ja" eingeprägt und auch das Wort
"Uhr". Die wichtigeren Dinge werde ich sagen können, wenn
ich mit den Worten besser umgehen kann. Ich muß zur Schu-
le gehen, um mehr Wörter zu lernen, um mehr von der Erde
zu wissen. Aber ich glaube auch, Marcos, daß wir von diesen
Dingen mit anderen Kindern nicht reden können. Sie bekom-
men Angst, so wie ich Angst vor dem Physischen hatte. Die
Eltern erlauben ihnen nicht, die nicht-physische Wirklichkeit
zu sehen.
Marcos, 8 Jahre - Flavio, 5 Jahre


Hund, der an einer Blume im Garten
des Landhauses schnuppert.
Flavio, 5 Jahre

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