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Das Leben ist überall
Flavio im Gespräch mit seiner Mutter vor dem Kaminfeuer.
Seit ich mit Aida gesprochen habe, habe ich mehr Hunger.
Ich weiß schon, daß ich essen und wachsen muß, damit ich mei-
nen Auftrag erfüllen kann; ich brauche meinen Körper. Also
habe ich das Hündchen in meinem Bauch losgelassen, meinen
animalischen Teil. Ich war zu sehr mit meinem Verstand
beschäftigt und hatte meinen Körper ganz vergessen. Mein Kör-
per, mein animalischer Teil, hat jetzt viel Hunger. Jetzt habe ich
gelernt, den Verstand loszulassen, nicht so sehr aus dem Kopf zu
leben, sondern den Verstand auf den ganzen Körper zu verteilen.
Der Verstand ist im Kopf, aber er ist auch im Körper. Der Körper
bewegt sich, weil ihm der Verstand die Anweisungen gibt. Ich
beginne jetzt, mein Ich aufzubauen. Das "Ich" ist nützlich, damit
die Seele im Körper bleibt. Aber man ist nicht der Verstand und
nicht der Körper. Man ist das Leben, und das Leben ist alles, der
Verstand, der Körper, das Innen und das Außen. Das Leben ist
alles und ist überall. Es geht durch alles hindurch, wie die
Strahlen, wie das Licht.
Siehst du das Feuer? Das Feuer lebt auch, aber anders als
wir, eine andere Art von Leben. Die Pflanzen haben auch Leben
und Verstand, einen anderen Verstand als unseren, sie wissen,
daß sie nahe der Erde bleiben und wachsen müssen. Sie sind
aber auch der Sonne nahe. Sie sind sehr konzentriert und offen
für den Geist; sie haben einen sehr feinen Körper und merken es
sofort, wenn du dich ihnen näherst. Die Pflanzen ernähren sich
direkt von der Erde, nicht so wie wir, wir essen Dinge, die sich
von der Erde ernähren. Die Blumen brauchen die Menschen, und
die Menschen brauchen die Blumen. Sie heilen unsere Gefühle
und sogar körperliche Wunden. Für die Menschen wäre es am
besten, wenn sie Blumen äßen, weil die Blumen eine lange Ent-
wicklung hinter sich haben.
Die Ameisen haben auch eine andere Art von Leben, sie sind
untereinander verbunden, sie sind Teil eines einzigen Verstan-
des. Der Ameisenhaufen hat einen einzigen Verstand und hat
seinen Körper verteilt auf alle Ameisen.
Der menschliche Verstand gehört einem einzigen, er steht
ganz allein. Die Menschen denken, daß der Verstand im Gehirn
ist und das Leben im Körper. Aber das Leben geht durch Körper
und Verstand hindurch, wir sind alle Teil des Lebens. Das Leben
kommt vom Stern eines jeden einzelnen, und der Stern kommt
von Gott.
Flavio, 5 Jahre
Tempelhüpfen
Flavio: Wir haben gerade Tempelhüpfen gespielt. Was mir am
meisten gefällt, ist das mit Himmel und Hölle. Stell dir vor,
Mama, wenn es wirklich so wäre: Man wird geboren und
stirbt, wird geboren und stirbt, wird geboren und stirbt...
Mama: Würde es dir gefallen, wenn es noch andere Leben
gäbe?
Flavio: Ja, das würde mir gefallen! Ich glaube, es gibt andere
Leben, aber in anderer Form, auf anderen Planeten. Jedes
Leben ist ein Planet. Was schreibst du denn da? Schreib das
nicht!
Mama: (das Gespräch notierend) Warum?
Flavio: Weil ich es nicht ganz klar sehe. Es ist so: Mir gefällt
der Gedanke, aber ich bin nicht ganz sicher. Ich bin weder
sicher noch nicht sicher, ich bin in der Mitte.
Mama: Du bist unsicher.
Flavio: Ja, genau! Ich möchte es so sehr verstehen, daß mich
das am Verstehen hindert.
Mama: Wie stellst du es an, solche Dinge zu verstehen?
Flavio: Ich verstehe sie augenblicklich. Wir haben alle Ver-
standeswellen, aber nicht alle gebrauchen sie. Weil man eben
den Verstand nicht dazu benutzen darf, die Verstandeswellen
zu gebrauchen. Das ist wie beim Computer. Man muß dem
Verstand ein "Stop" befehlen. Wenn du wach bist, mußt du
immer, wenn auch nur ein wenig, den Verstand benutzen, um
den Körper gebrauchen zu können. Die Verstandeswellen
sind eine andere Frequenz, aber damit sie wirklich Kraft
haben, muß ich durch meinen Stern gehen. Wenn ich wach
bin, ist der größte Abstand, den ich mit meinen Verstandes-
wellen erreiche, mein Stern. Ich kann aber auch überall hin-
gehen auf diesem Planeten. Um in andere Welten zu gelan-
gen, ist es aber besser, wenn man schläft.
Mama: Und wie machst du das?
Flavio: Ganz einfach! Dazu muß ich die Träume abstellen. Du
stellst die Träume ab, aber du schläfst weiter. Dann stellst du
die Verstandeswellen auf die höchste Stufe und kannst über-
all auf dieser Welt hingehen und sogar von einer Welt in die
andere gelangen. In jeder Welt ist das Leben anders. Aber
das kann ich nicht so oft machen, weil es mich sehr müde
macht. Um die höchste Kraft zu haben, muß ich über meinen
Stern gehen.
Mama: Und was ist dein Stern?
Flavio: Jeder Mensch hat einen Stern. Mein Stern gibt mir
meine Energie. Mein Stern ist golden. Gold ist die normale
Farbe für die Energie. Die Farbe des Sterns kann sich aber
auch ändern. Die Liebe ist rot, ist Kraft, ist Wärme. Grün ist
die Farbe, die am meisten Kraft gibt, wenn dir Energie fehlt.
Schreibst du die Farben auf? Tu das lieber nicht, die Farben
kommen aus dem Verstand, weil man mit dem Verstand auf
Reisen geht. Wenn ich zu meinem Stern gehe, verstärke ich
meine Verstandeswellen, und ich kann mich in dieser Welt wie
in anderen Welten leicht und schnell bewegen.
Am sichersten bin ich mir eigentlich, daß man zwei Arten
von Leben haben kann. Leben so wie die Menschen, je nach
dem Planeten verschieden, und dann gibt es geistiges Leben.
Das geistige Leben ist wie ein Schiffchen, wie etwas, das
fliegt, da kannst du alles sehen, das Sichtbare und das
Unsichtbare, kannst alles auffangen. Aber das Wichtigste ist,
daß du immer das Richtige auffängst. Da kann es dir nicht
passieren, so wie mir jetzt z.B., daß ich bei einigen Dingen
nicht ganz sicher bin. (Er bekommt einen sehnsüchtigen Aus-
druck.) Weißt du, Mama, dann ist alles, was du erlebst, wirk-
lich, und du kannst von einer Welt in die andere gehen, ohne
deinen Stern, weil du jetzt selbst dein Stern bist!
Flavio, 5 Jahre

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