Samstag, 20. Dezember 2008

Mit Gott reden



http://www.das-gibts-doch-nicht.info/bilder/flavio.jpg

Mit Gott reden

Marcos: Mama, wenn du abends an mein Bett kommst und
ich bin nicht da, brauchst du keine Angst zu haben. Ich
komme dann gleich.
Mama: Was meinst du damit, wenn du nicht da bist?
Marcos: Manchmal geh ich beim Einschlafen fort. Ich gehe zu
Gott, ich fliege wie eine Rakete zu den Sternen, und dann bin
ich bei Gott. Aber es ist nicht leicht, dir das zu erklären, weil
das ein Ort ist, für den es keine Worte gibt. Ich fühle es im
Herzen und in der Seele, aber es gibt keine Worte dafür.
Marcos, 3 Jahre


Über einen Engel
Marcos: Gestern abend sah ich vor meinem Fenster einen
Engel. Weißt du, daß die Engel violettes Haar haben und
rundherum violett strahlen? Sie sind nicht so wie du. Du hast
gelbes Haar, und dahinter kommt erst violett. Flavio ist
genauso.
Mama: Und Papa?
Marcos: Papa hat braunes Haar und dahinter gelb. Aber die
Engel sind ganz violett. Alle Leute haben Farben ringsher-
um. Einige haben schöne Farben, andere traurige, je nach-
dem wie der Mensch ist.
Marcos, 4 Jahre


Gott, Jesus und die Engel
Meine Großmutter hat mir von Jesus erzählt. Sie sagt, Jesus ist
Gott. Sie weiß nicht, daß Gott alles ist. Jesus ist ein menschli-
ches Wesen; natürlich ein besonderes menschliches Wesen, weil
er mächtig ist, er hat die Macht, Gutes zu tun. Er war im Bauch
der Jungfrau Maria. Die Engel haben ihm geholfen.
Ich glaube, daß die Engel auch schlafen, weil mein Engel
nicht immer gleich da ist, wenn ich ihn rufe. Die Engel sind
durchsichtig wie die Luft, aber ich kann sie sehen, weil sie ein
Lichtlein haben. Nicht alle Leute können die Engel sehen. Gott
ist überall, er braucht nicht zu essen oder zu schlafen, er hat kei-
nen Körper. Gott erhält deinen Körper, er setzt ihn zusammen,
und dann gibt er ihm die Seele und die Liebe. Mit der Seele
kommt Gott in deinen Körper hinein, obwohl man es sich nicht
erklären kann, daß der große Gott im kleinen Körper Platz hat.
Wenn ein Mensch böse ist, ist die Seele nicht in seinem Körper;
sie ist daneben, weil die Seele immer gut ist. Die Seele geht
durch den Mund rein und raus. Wenn sie für immer rausgeht,
stirbt man, und dann geht man schnell zu Gott.
Jesus hat etwas sehr Wichtiges für die Menschen getan. Er
hatte die Macht, er konnte sich retten, aber er wollte sterben, weil
er voller Liebe war.
Um dieses Leben leben zu können, braucht man die Seele
und das Herz, braucht man Gott und die Liebe. Wenn du das
nicht hast, stirbst du jeden Tag ein bißchen.
Ich erinnere mich oft daran, was mir Gott gesagt hat: Heilen,
heilen und nicht töten! Er sagte mir auch, daß ich mein Brüderchen
gern haben soll. Ich bin hier ziemlich neu, aber mein Bruder noch
mehr. Neu hier auf der Erde, meine ich, denn früher waren wir
schon öfter mit den Engeln im Himmel zusammen. Der Himmel ist
der Ort, an dem Gott ist. Gott kann nicht wachsen, er wird auch
nicht geboren und stirbt auch nicht wie wir. Auch die Engel sind
nicht wie wir, sie haben keine Flügel und keine Füße; manchmal
spielen sie mit mir. Sie machen Kreise in der Luft, Kreise aus Licht.
Sie haben einen weißschimmernden Mantel. Wenn ich mit ihnen
zusammen bin, kann ich auch schweben, aber wir brauchen dazu
keine Flügel. Wir fliegen, weil wir aus Luft sind.
Marcos, 4 Jahre


Sonne und Mond
Der Mann ist Feuer, und die Frau ist Wasser.
Der Mann ist Feuer, weil er stark ist, aber das Wasser kann
das Feuer löschen. Durch das Wasser kann man hindurch, durch
das Feuer nicht. Das Feuer kann aber schmelzen, weil es stärker
ist, es brennt.
Sonne und Mond sind wie Mann und Frau. Sonne und Mond
stehen am Himmel. Die Energie der Sonne ist sehr stark, wie die
des Mannes. Der Mond nimmt sein Licht von der Sonne, wandelt
es um und gießt es nachts über die Menschen aus.
Die Menschen sind entweder Mann oder Frau, und wir brau-
chen sowohl die Sonne wie den Mond, eine starke und eine wei-
che Energie.
Marcos, 4 Jahre


Eine Reise zu Gott
Als ich noch klein war, dachte ich, daß wir mit dem Körper zu
Gott gehen. Jetzt weiß ich, daß wir mit der Seele zu ihm schwe-
ben. Ich kann auch bei Gott sein, während ich wach bin. Ich
mache die Augen zu, zeichne eine kleine Zaubertür und gehe
nach oben, zum Himmel, zu den Sternen, zu Gott. Ich bin dann
bei Gott und rede mit ihm, aber er sagt nichts mit Worten. Damit
man das kann, muß man von den Engeln lernen, so leicht wie die
Luft zu sein. Nachher kehrt die Seele wieder zum Körper zurück,
und ich vergesse viele Dinge, aber eines weiß ich, daß ich heilen
und lieben soll.
Marcos, 4 Jahre


Das Treffen mit dem Lama
Während seines ersten Aufenthaltes in Argentinien besuchte uns
der tibetische Lama Sherab, und Marcos bittet uns, mit ihm
rechen zu dürfen, damit er ihn über Gott befragen kann.
Marcos: Ich möchte wissen, wie man lebendig zu Gott kommt.
Lebendig, nicht tot! Denn ich weiß schon, daß die Seele zu
Gott geht, wenn man stirbt und der Körper auf der Erde
bleibt.
Lama: Durch eine richtige Lebensweise, durch gute Taten,
durch Gutsein, kannst du Gott erreichen. Aber auch wenn du
meditierst, in der Stille bist, nach innen schaust, kommst du
Gott näher.
Marcos: Noch etwas möchte ich wissen. Warum braucht Gott
die Seele? Ich glaube, daß die Seele sehr gut ist, und daß Gott
sie braucht, um noch besser zu werden.
Lama: Gott braucht die Seele nicht, es ist die Seele, die Gott
braucht.
Lama Sherab erklärt uns, daß Marcos eine klare geistige
Begabung hat, in Tibet hätte man ihn als "tulku" angesehen,
als reife Seele, und man hätte ihn für die Erziehung in einem
Kloster ausgewählt. Der Lama gibt uns den Rat, Marcos
nicht mit einer förmlichen Erziehungsweise unter Druck zu
setzen; wir sollten auf ihn hören und ihn respektieren. Er
werde uns schon selbst sagen, wie er sich am besten zurecht-
finde.
Marcos, 5 Jahre


1) Auf dem Todesplaneten, auf dem es fleischfressende Pflan-
zen und lebendige Bäume gibt, wird das Monster geboren. Die
intelligenten Wesen des Planeten heißen Zwischenwesen, weil
sie in den Bäumen und den Pflanzen wohnen. Das Monster wird
mit einer todbringenden Kugel im Bauch geboren. Bei der
Geburt zerplatzt die Kugel und tötet seine Eltern und den
gesamten Planeten. Das Ungeheuer überlebt die Explosion, weil
es in den Weltraum hinausfliegt.
2) Das Monster entfernt sich von seinem Planeten und wird
immer größer. Es fliegt auf den Planeten Erde zu.
3) Das Monster trifft auf ein Raumschiff, das die Erde
beschützt.
4) Das Raumschiff der Liebe stellt sich gegen das Monster
des Hasses, und das Ungeheuer explodiert.
Das Raumschiff der Liebe hat das Monster zerstört,
und so kann es den Planeten Erde nicht angreifen.
Marcos, 6 Jahre

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